Komplett zerstörte Startrampe:
Blue Origin hat aggressiven Aufbauplan
Blue Origin will seine New-Glenn-Rakete trotz der jüngsten Explosion am Startplatz schon in sechs Monaten wieder fliegen lassen. Fachleute bezweifeln diesen straffen Zeitplan allerdings stark. Der Wiederaufbau könnte eher bis zu 18 Monate dauern.
Eine erste Inspektion der Anlage lieferte positive Ergebnisse für den weiteren Betrieb. Wichtige Infrastruktur wie die großen Treibstofftanks für Sauerstoff, flüssigen Wasserstoff und verflüssigtes Erdgas blieben bei dieser Start-"Anomalie" unbeschädigt. Auch der Wasserturm und die nahegelegene Integrationshalle überstanden den Vorfall intakt. Der Hauptversorgungsturm erlitt zwar sichtbare Schäden, lässt sich jedoch den Angaben zufolge direkt vor Ort reparieren, ohne dass ein kompletter Abriss notwendig ist.
Ein Neustart innerhalb von nur sechs Monaten gilt in der Raumfahrtbranche als überaus ambitioniert. Fachleute gehen davon aus, dass der Wiederaufbau des beschädigten Fundaments und die Beschaffung spezieller Bauteile zwölf bis 18 Monate beanspruchen könnten. Blue Origin profitiert bei den anstehenden Arbeiten jedoch von der direkten Unterstützung durch die US Space Force sowie die amerikanische Regierung.
Auch Amazon wartet dringend auf den zuverlässigen Einsatz der neuen Trägerrakete. Das Unternehmen plant, in naher Zukunft zahlreiche Satelliten für sein weltweites Breitband-Netzwerk in den Orbit zu befördern. Sollte sich der Start der Rakete weiter verzögern, müsste Amazon kurzfristig auf alternative Anbieter ausweichen. Das würde den internen Zeitplan stören und zusätzliche logistische Hürden verursachen.
Glaubt ihr, dass Blue Origin den Zeitplan bis Ende des Jahres einhalten kann? Teilt eure Einschätzungen dazu gerne mit uns in den Kommentaren!
Siehe auch:
Schneller Neustart nach Rückschlag
Am 28. Mai 2026 wurde die New-Glenn-Rakete des Raumfahrtunternehmens Blue Origin bei einem Triebwerkstest in Florida durch eine Explosion vollständig zerstört. Trotz des massiven Vorfalls an der Startrampe LC-36A in Cape Canaveral zeigt sich CEO Dave Limp zuversichtlich und hält an einem straffen Zeitplan fest. Das Unternehmen plant fest, die regulären Flüge noch vor Ende des Jahres wieder aufzunehmen.Eine erste Inspektion der Anlage lieferte positive Ergebnisse für den weiteren Betrieb. Wichtige Infrastruktur wie die großen Treibstofftanks für Sauerstoff, flüssigen Wasserstoff und verflüssigtes Erdgas blieben bei dieser Start-"Anomalie" unbeschädigt. Auch der Wasserturm und die nahegelegene Integrationshalle überstanden den Vorfall intakt. Der Hauptversorgungsturm erlitt zwar sichtbare Schäden, lässt sich jedoch den Angaben zufolge direkt vor Ort reparieren, ohne dass ein kompletter Abriss notwendig ist.
Verzicht auf neuen Transporter
Vollständig zerstört wurde hingegen die massive Maschine, welche die Rakete zur Startrampe bewegt und dort aufrichtet. Wie Ars Technica schreibt, verzichtet Blue Origin deshalb auf einen zeitaufwendigen Neubau des Transporters. Stattdessen wechseln die Ingenieure direkt zu einem bereits in Entwicklung befindlichen alternativen Konzept für die vertikale Montage der Raketenstufen.Ein Neustart innerhalb von nur sechs Monaten gilt in der Raumfahrtbranche als überaus ambitioniert. Fachleute gehen davon aus, dass der Wiederaufbau des beschädigten Fundaments und die Beschaffung spezieller Bauteile zwölf bis 18 Monate beanspruchen könnten. Blue Origin profitiert bei den anstehenden Arbeiten jedoch von der direkten Unterstützung durch die US Space Force sowie die amerikanische Regierung.
Auswirkungen auf Mondmissionen
Eine schnelle Rückkehr in den Flugbetrieb wäre besonders für die NASA wichtig. Die Raumfahrtbehörde verlässt sich im Rahmen des Artemis-Programms stark auf die New-Glenn-Rakete, um Ausrüstung und später auch Astronauten zum Mond zu bringen. Kürzlich sicherte sich Blue Origin einen Vertrag über 468 Millionen Dollar (etwa 402 Millionen Euro) für die Entwicklung lunarer Transportfahrzeuge.Auch Amazon wartet dringend auf den zuverlässigen Einsatz der neuen Trägerrakete. Das Unternehmen plant, in naher Zukunft zahlreiche Satelliten für sein weltweites Breitband-Netzwerk in den Orbit zu befördern. Sollte sich der Start der Rakete weiter verzögern, müsste Amazon kurzfristig auf alternative Anbieter ausweichen. Das würde den internen Zeitplan stören und zusätzliche logistische Hürden verursachen.
Glaubt ihr, dass Blue Origin den Zeitplan bis Ende des Jahres einhalten kann? Teilt eure Einschätzungen dazu gerne mit uns in den Kommentaren!
Zusammenfassung
- Eine New-Glenn-Rakete explodierte am 28. Mai 2026 bei einem Testlauf
- Die Treibstofftanks und die Integrationshalle überstanden den Vorfall
- CEO Dave Limp plant die Fortsetzung der Flüge noch vor Ende des Jahres
- Ingenieure setzen fortan auf ein neues Konzept zur vertikalen Montage
- Trotz Skepsis unterstützt die US Space Force nun den Wiederaufbau aktiv
- Sowohl NASA als auch Amazon benötigen die Rakete für ihre Missionen
Siehe auch:
- Blue Origin: "New Glenn"-Test endet in gewaltiger Explosion
- Project Sunrise: Blue Origin plant 51600 KI-Satelliten ins All zu schießen
- Bezos-Firma Blue Origin baut Satelliten-Internet mit 6 Terabit/s
- Wer hat die größere? Blue Origin schlägt SpaceX mit neuer Rakete
- Blue Origin gelingt als zweitem Raketenunternehmen Booster-Landung
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